Zum Inhalt
WeltzeitEU--:--UK--:--USA--:--CN--:--PLDEFRIT中文EN

portal über KI und Technologieereignisse · analysen · interviews · technischer hintergrund

Suche
LIVE
›

Ab 19. Juli 2026: Vernichtung unverkaufter Kleidung verboten

Die ESPR-Verordnung gilt in der EU seit dem 18. Juli 2024 unmittelbar. Ab dem 19. Juli 2026 dürfen große Unternehmen unverkaufte Kleidung weder verbrennen noch zerkleinern. In Polen fehlt noch ein Gesetz mit Sanktionen.

Mode & DesignErklärtClara LindnerVeröffentlicht: 21. September 20265 Min. LesezeitQuellen 3
Ab 19. Juli 2026: Vernichtung unverkaufter Kleidung verboten

Die Verordnung (EU) 2024/1781, die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), gilt seit dem 18. Juli 2024 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Sie benötigt kein nationales Umsetzungsgesetz. Ab dem 19. Juli 2026 dürfen große Unternehmen unverkaufte Kleidung und Schuhe nicht mehr vernichten. Laut 300Gospodarka werden schätzungsweise 4 bis 9 Prozent aller Textilien, die auf den EU-Markt kommen, noch vor dem ersten Verkauf vernichtet. Die neuen Regeln zwingen die Hersteller, ihre Serien näher an der tatsächlichen Nachfrage zu planen. „Der Schlüssel zur Begrenzung der Überproduktion ist mehr Flexibilität bei der Planung der Serien und ihre Anpassung an den tatsächlichen Bedarf“, sagt Elżbieta Rogowska, Vorstandsmitglied der Vereinigung Koalicja Bezpieczni w Pracy und Vizepräsidentin des Unternehmens PW Krystian.

Berichtspflichten und Ausnahmen

Mit dem Verbot allein ist es nicht getan. Unternehmen müssen melden, wie viele Kleidungsstücke sie entsorgt haben und warum. Ab dem 2. März 2027 gelten detaillierte Berichtsregeln, und die Dokumentation ist fünf Jahre lang aufzubewahren. Ebenfalls am 19. Juli 2026 tritt die delegierte Verordnung in Kraft, die Ausnahmen vom Verbot festlegt, unter anderem für gefährliche Produkte und Fälschungen. Das Ministerium für Entwicklung und Technologie betont, dass das Fehlen nationaler Vorschriften die Unionspflicht nicht aussetzt. Der polnische Gesetzgeber hat jedoch noch kein Gesetz vorbereitet, das Sanktionen festlegt. Bartosz Piątek, Rechtsanwalt und Counsel bei PwC Legal, merkt an, dass die Durchsetzung der neuen Regeln ohne nationale Instrumente theoretisch bleibt.

Was sich in der Praxis ändert

Für Marken bedeutet das das Ende der einfachsten Methode, Überschüsse zu steuern. An die Stelle der Vernichtung treten andere Wege: Outlet-Verkauf, Weitergabe an gemeinnützige Organisationen, Verarbeitung zu neuen Erzeugnissen und stoffliches Recycling. Das erhöht die Nachfrage nach Technologien zum Zerkleinern und Verarbeiten von Fasern. In Europa sind sie weiterhin ein Engpass.

Kommentare 0

Quellen

3
  1. 01Branża odzieżowa czeka na jasne wytyczne. Nowe unijne zasady już obowiązują (Business Insider Polska)PL
  2. 02Regulation (EU) 2024/1781 on ecodesign for sustainable products (EUR-Lex)EN
  3. 03Nowe prawo UE uderza w nadprodukcję odzieży. Koniec z paleniem ubrań (300Gospodarka)PL

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Clara Lindner

Clara Lindner

Kultur, Küche und Lebensstil

Clara Lindner schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und arbeitet dabei vor allem mit Primärquellen, Archiven und eigenen Vor-Ort-Besuchen. Bei Küchengeschichten prüft sie Rezeptangaben gegen historische Kochbücher und vergleicht Mengen- und Zeitangaben mehrerer Ausgaben. Für Kultur- und Geschichtstexte spricht sie mit Kuratoren, Designern und Gastronomen und wartet auf Festivalprogramme sowie Ausstellungskalender, um Termine und Werklisten abzugleichen. Ihre Festivalmarathons, Independent-Kino und Filmarchive nutzt sie, um film- und kulturgeschichtliche Bezüge in ihren Stücken zu prüfen. Sie veröffentlicht keine Angaben, die sie nicht selbst nachrecherchiert hat.

Redaktion →

Kommentare

0
  1. Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.

Kommentar schreiben

Kommentare sind öffentlich sichtbar. Wir veröffentlichen keine Beleidigungen, Werbung oder Spam.