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Kaffee und Kakao: Rohstoffpreise bleiben hoch, Kakaobohnen bei 5711 Dollar

Die Internationale Kaffeeorganisation meldet für August einen I-CIP von 287,29 US-Cent je Pfund. Kakao liegt in London und New York weiterhin über 4300 Pfund und 5700 Dollar je Tonne.

KücheAnalyseIngrid BauerVeröffentlicht: 23. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
Kaffee und Kakao: Rohstoffpreise bleiben hoch, Kakaobohnen bei 5711 Dollar

Die Internationale Kaffeeorganisation (ICO) meldete, dass ihr Referenzpreisindex I-CIP im August 2026 durchschnittlich 287,29 US-Cent je Pfund betrug. Im Juli lag der Wert bei 287,26 Cent. Mitte des Monats sprangen die Notierungen an, getrieben von Sorgen vor El Niño und einer kurzfristig angespannten Arabica-Versorgung. Danach flachte der Anstieg ab. Im April 2026 lag der I-CIP bei 266,24 Cent je Pfund, 2,7 Prozent unter dem März-Niveau.

Auch der Rohkaffee-Export wächst. Laut ICO wurden im Juli 2026 12,23 Millionen Sack ausgeführt, ein Jahr zuvor waren es 11,84 Millionen. In den ersten zehn Monaten des Kaffeejahres 2025/26 (Oktober 2025 bis Juli 2026) blieb der Export stabil: 118,39 Millionen Sack gegenüber 118,43 Millionen im Vorjahreszeitraum. Weltweit leben rund 12,5 Millionen Bauernfamilien vom Kaffeeanbau. Jede Bewegung der Kurse betrifft daher nicht nur die Börse, sondern auch die soziale Lage dieser Familien.

Kakao: zwei Börsen, zwei Währungen

Vergleichszahlen liefert die Internationale Kakaoorganisation (ICCO). Am 24. September 2026 standen die Kontrakte in London bei 4 310,33 Pfund je Tonne, in New York bei 5 720,33 Dollar je Tonne. Der tägliche ICCO-Index lag bei 5 711,13 Dollar je Tonne (5 021,80 Euro). Am Vortag waren es 4 252,67 Pfund, 5 658,67 Dollar und 5 649,06 Dollar je Tonne. Solche Niveaus halten sich seit der Zeit, in der Lieferstörungen in Westafrika den Kakaomarkt nach oben trieben.

Die Schwankung von Tag zu Tag

Die Tagesnotierungen der ICCO zeigen die Größe der Ausschläge. Zwischen dem 23. und 24. September 2026 stiegen die Kontrakte in New York um 61,66 Dollar je Tonne, in London um 57,66 Pfund je Tonne. Der tägliche Index der Organisation kletterte um 62,07 Dollar je Tonne. Wer einen Liefervertrag für die ganze Saison unterschreibt, spürt diese Bewegung innerhalb einer Sitzung als reale Kosten. Jede tausend Tonnen Kakao werden morgens anders bewertet als abends. Deshalb halten Süßwarenhersteller und Kaffeeröstereien Vorräte und sichern Positionen an der Börse ab, statt von Tag zu Tag zu kaufen.

Was das für Keks und Tasse bedeutet

Kakaobohnen und Rohkaffee sind Rohstoffe, auf die Hersteller fertiger Produkte keinen Einfluss haben. Bei Kakao über 5,7 Tausend Dollar je Tonne wird nicht nur Schokolade teurer, sondern auch Ware, in der Kakao nur Zusatz ist: Glasuren, Kekse, Getränke. Beim Kaffee nahe 290 Cent je Pfund ist der Preisdruck in Cafés und bei abgepacktem Kaffee spürbar.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex enthält weder Kaffee noch Kakao. Er umfasst Getreide, pflanzliche Öle, Milchprodukte, Fleisch und Zucker. Deshalb sieht der August 2026 anders aus, wenn man auf den Sammelkorb der FAO blickt (133,3 Punkte), und anders, wenn man auf die zwei Rohstoffbörsen schaut, an denen der Preis der morgendlichen Tasse und der Tafel Schokolade entschieden wird.

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Quellen

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  1. 01International Coffee Organization — Coffee Market Report, August 2026EN
  2. 02International Cocoa Organization — cocoa daily pricesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Ingrid Bauer

Ingrid Bauer

Kultur, Küche und Lebensstil

Ingrid Bauer schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Archivdokumente, historische Kochbücher und Gespräche mit Zeitzeugen. Bei Rezepten und Ernährungsratgebern prüft sie Zutatenlisten, Nährwertangaben und Herkunftsbezeichnungen gegen offizielle Register. Für ihre Kulturbeiträge vergleicht sie Spielpläne, Ausstellungskataloge und Marktpreise und wartet auf die Saisonberichte der Landwirtschaftskammern. Ihr eigenes Brot backt sie im Holzofen, kauft auf Wochenmärkten und sammelt alte Kochbücher, was ihre Geschichten über regionale Küche und Handwerk prägt. Sie veröffentlicht keine unbelegten Zahlen und keine Rezepte ohne getestete Mengenangaben.

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