E-Sport bei den Asienspielen 2026: 537 Athleten, 29 Länder, 11 Medaillenwettbewerbe
In Tokoname in der Präfektur Aichi treten 537 Athleten aus 29 Ländern an. Die Wettkämpfe dauern vom 22. September bis zum 2. Oktober. Der Olympic Council of Asia brauchte mehr als zwei Jahre, um die Titelliste festzulegen.

Am 8. Juli 2023 nahm der Olympic Council of Asia E-Sport offiziell in den Kalender der 20. Asienspiele auf. Als Mitveranstalter benannte er die Japan Esports Union und die Asian Electronic Sports Federation. Austragungsort ist Halle D des Aichi International Exhibition Center in Tokoname.
537 Athleten aus 29 Ländern kämpfen in 11 Wettbewerben um Medaillen. Das ist die größte E-Sport-Veranstaltung in der Geschichte der Asienspiele. In Hangzhou hatte das Turnier zwar ebenfalls Medaillenstatus, war aber kleiner.
Zwei Jahre Ungewissheit
Der Weg des E-Sports zu den Spielen war lange unsicher. Im November 2024 erwog der Olympic Council of Asia, die Disziplin aus dem Programm zu streichen und stattdessen eigene Wettkämpfe für nichttraditionelle Sportarten wie Schach und Kartenspiele zu schaffen. Am 6. Februar 2025 bestätigte der Vorstand des OCA elf Titel. Am 22. Februar 2025 stand die finale Liste: 13 Titel in 11 Wettbewerben.
Im Programm stehen eFootball, Gran Turismo 7, Honor of Kings, Naraka: Bladepoint, Puyo Puyo Champions, Identity V, League of Legends, Mobile Legends: Bang Bang, Pokémon Unite, PUBG Mobile sowie Kampfsport in der Computerversion. Einige Titel sind für Mobilgeräte entwickelt, andere für Konsolen. Eine Kategorie wurde im Teamformat ausgetragen.
Das Format ist wichtiger als die Spieleliste
Für die Organisation der Spiele zählt weniger die Auswahl der Titel als die logistische Herausforderung. Elf verschiedene Spiele an einem Ort und innerhalb von elf Tagen erfordern ein gemeinsames System für Schiedsrichterwesen und Monitoring. Berichte der chinesischen technischen Seite der Veranstaltung beschreiben das Problem: Jedes Spiel hat eine eigene Engine, einen eigenen Versionsmechanismus und eigene Hardwareanforderungen. Trotzdem müssen Schiedsrichter, Betreuung und Monitoring mit einem einzigen Werkzeugsatz arbeiten.
Die Wettbewerbe werden im Phasenformat ausgetragen: Vorrunden, Ausscheidungsrunden, Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Diese sind zwischen dem 22. September und dem 2. Oktober verteilt. Der Zeitplan umfasst jeden Turniertag, wobei ein Teil der Finals auf die letzten Wettkampftage angesetzt ist.
Disziplin der Kontrolle
Auch der Anti-Cheat-Apparat spielt eine Rolle. Ein E-Sport-Turnier bei den Spielen verlangt dieselben Geräteregeln wie klassische Disziplinen: Kontrolle der Eingabegeräte und Peripherie, Überprüfung der Spielversion und Monitoring während des Matches. Ohne diese Maßnahmen hätte E-Sport keine Grundlage, im Programm einer Multisportveranstaltung zu bleiben. Genau deshalb wurde die Betreuung des Turniers einem einzigen System übertragen, das alle elf Wettbewerbe umfasst.
Für Beobachter außerhalb Asiens ist die Einordnung interessant: E-Sport kam nicht als Schaukampf ins Programm, sondern als Medaillenkategorie mit dem vollständigen Apparat der Cheating-Kontrolle, genau wie bei klassischen Disziplinen. Ob E-Sport in einigen Jahren ein fester Bestandteil von Multisportveranstaltungen wird, entscheidet die Konsequenz bei der Durchsetzung der Regeln, nicht die Zahl der Titel.
Quellen
2Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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