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Los Angeles eröffnet das erste KI-Kunstmuseum. Kurator ist ein Modell

DATALAND am Grand Boulevard in Los Angeles bezeichnet sich als weltweit erstes Museum für KI-Kunst. Hinter dem Projekt steht der türkisch-amerikanische Medienkünstler Refik Anadol.

KulturNachrichtClara LindnerVeröffentlicht: 15. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
Los Angeles eröffnet das erste KI-Kunstmuseum. Kurator ist ein Modell

Im Gebäude The Grand in der 100 South Grand Avenue im Zentrum von Los Angeles befindet sich DATALAND. Die Einrichtung nennt sich selbst das weltweit erste Museum für KI-Kunst und ein digitales Ökosystem, in dem menschliche Vorstellungskraft auf das schöpferische Potenzial von Maschinen trifft. Das Museum umfasst fünf multisensorische Galerien und ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Die Macher betonen, dass sie eine neue Form der Kulturinstitution erkunden, in der „Daten zum Pigment werden“ und die Kunst sich in Echtzeit weiterentwickelt. Sie reagiert auf die Interaktion mit dem Betrachter, die Arbeit der Modelle und unsichtbare Informationen, die die Welt beschreiben.

Ein Wald, der lernt

Die Eröffnungsausstellung heißt „Machine Dreams: Rainforest“, also „Maschinenträume: Regenwald“. Die Schau basiert auf dem Large Nature Model. Dieses Basismodell wurde auf einem der größten Datensätze über Natur trainiert, der auf Lizenzen und Einwilligungen beruht. Das kuratorische Konzept ist ungewöhnlich: Statt fertiger Werke zeigt das Museum einen Prozess. Bilder und Daten-Skulpturen verändern sich, und der Besucher wird zu einem Bestandteil des Systems, das auf sie einwirkt. Die Einrichtung kündigt an: „Die Kunst entwickelt sich weiter, also auch das Museum.“ Das ist eine programmatische Erklärung. Die Ausstellung ist keine abgeschlossene Sammlung, sondern ein Strom, der ständig neu berechnet wird.

Der Urheber: von Daten zur Skulptur

Hinter dem Projekt steht Refik Anadol, geboren am 7. November 1985 in Istanbul. Er ist türkisch-amerikanischer Medienkünstler und Mitgründer sowohl seines eigenen Studios als auch von DATALAND. Er studierte an der Bilgi-Universität in Istanbul und an der University of California in Los Angeles. Er gilt als Pionier der Ästhetik der Datenvisualisierung und der KI-Kunst. Seine Arbeiten verbinden Kunst, Technologie, Wissenschaft und Architektur: Medien, die in bestehende Gebäude eingebaut werden, audiovisuelle Live-Shows, immersive Räume, „Bilder und Skulpturen aus Daten“ sowie digitale Sammlungen. Themen seiner Arbeiten sind das kollektive Gedächtnis, das Verhältnis des Menschen zur Natur, das Empfinden von Raum und Zeit und die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Anadols Werk wurde in mehr als siebzig Städten auf sechs Kontinenten gezeigt. Zu seinen bekanntesten Projekten gehören der Zyklus „Machine Hallucinations“, die Installation „WDCH Dreams“ an der Fassade der Konzerthalle in Los Angeles, „Archive Dreaming“ und „Unsupervised“, die 2022 bis 2023 im Museum of Modern Art in New York zu sehen waren. 2025 erhielt er den Time 100 Impact Award, ein Jahr zuvor den Titel Absolvent des Jahres an der UCLA.

DATALAND ist damit mehr als eine Touristenattraktion. Die Institution prüft die Frage, die bei den Streitigkeiten über Urheberschaft aufgeworfen wurde: Kann ein von einem Modell gesteuerter Prozess ein Kunstwerk sein? In Los Angeles lautet die Antwort: Es kann eine Ausstellung sein. Das Publikum soll kommen und selbst entscheiden, was davon im Gedächtnis bleibt.

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Quellen

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  1. 01DATALAND — Museum of AI Arts (dataland.art)EN
  2. 02Refik Anadol (Wikipedia)EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Clara Lindner

Clara Lindner

Kultur, Küche und Lebensstil

Clara Lindner schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und arbeitet dabei vor allem mit Primärquellen, Archiven und eigenen Vor-Ort-Besuchen. Bei Küchengeschichten prüft sie Rezeptangaben gegen historische Kochbücher und vergleicht Mengen- und Zeitangaben mehrerer Ausgaben. Für Kultur- und Geschichtstexte spricht sie mit Kuratoren, Designern und Gastronomen und wartet auf Festivalprogramme sowie Ausstellungskalender, um Termine und Werklisten abzugleichen. Ihre Festivalmarathons, Independent-Kino und Filmarchive nutzt sie, um film- und kulturgeschichtliche Bezüge in ihren Stücken zu prüfen. Sie veröffentlicht keine Angaben, die sie nicht selbst nachrecherchiert hat.

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