Zum Inhalt
WeltzeitEU--:--UK--:--USA--:--CN--:--PLDEFRIT中文EN

portal über KI und Technologieereignisse · analysen · interviews · technischer hintergrund

Suche
LIVE
›

China pausiert und nimmt Robotaxi-Lizenzen nach Wuhan-Panne wieder auf

Nach einem Ausfall der Baidu-Apollo-Go-Flotte in Wuhan stoppten die Behörden die Vergabe neuer Robotaxi-Genehmigungen. Die Wiederaufnahme erfolgte nach einer branchenweiten Sicherheitsprüfung.

AutoNachrichtJonas WeberVeröffentlicht: 25. September 20264 Min. LesezeitQuellen 2
China pausiert und nimmt Robotaxi-Lizenzen nach Wuhan-Panne wieder auf

China hat die Vergabe neuer Lizenzen für autonome Taxis ausgesetzt. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht des 31. März 2026 in Wuhan, Provinz Hubei. Wie Bloomberg berichtete, blieben mehrere Baidu-Apollo-Go-Robotaxis plötzlich auf der Fahrbahn stehen. Einige Fahrgäste saßen auf stark befahrenen Hochstraßen fest. Die Regulierer reagierten besorgt: Im April beriefen drei Institutionen, darunter das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), ein Treffen mit den Behörden der Pilotstädte ein.

Eingefrorene Flotten und Kursverluste

Die Aussetzung neuer Genehmigungen verbot den Unternehmen, ihre Flotten zu vergrößern, neue Testprojekte zu starten oder in weitere Städte zu expandieren. Die Dauer der Maßnahme war unklar. Die Märkte reagierten sofort: Die in Hongkong notierten Aktien von Baidu fielen um rund 2 Prozent, die von Pony AI um 6 Prozent und die von WeRide um 3 Prozent.

Die Regulierer forderten die lokalen Behörden zu umfassenden Eigenaudits und einer verstärkten Sicherheitsaufsicht auf, um solche Vorfälle zu verhindern. Der Ausfall selbst war selten. Das Unternehmen führte ihn auf ein Problem im Kundenservice zurück.

Wiederaufnahme nach dem Audit

Nach Abschluss der branchenweiten Sicherheitsüberprüfung Ende Juni normalisierte sich die Lizenzvergabe schrittweise. Momenta (HKEX: 6880) erhielt eine der ersten Genehmigungen. Am 21. Juli meldete das Unternehmen, dass sein Robotaxi für Testfahrten in Shenzhen zugelassen wurde. Die Behörden von Shenzhen änderten die lokalen Vorschriften für intelligent vernetzte Fahrzeuge, öffneten die gesamte Stadt für Tests und senkten die Eintrittshürden. Auch Baidu Apollo Go nahm den Betrieb in Wuhan wieder auf.

Der Fall zeigt, wie schmal die Grenze zwischen Expansion und öffentlichem Vertrauen im chinesischen autonomen Transportsektor ist. Peking fördert das autonome Fahren zwar als strategische Technologie, zögerte nach dem Vorfall im März aber nicht, den gesamten Genehmigungsmarkt einzufrieren, bis ein gemeinsamer Sicherheitsstandard entstand. Für die Betreiber bedeutet das: Künftig hängt das Entwicklungstempo stärker von Audit-Ergebnissen ab als von technischen Möglichkeiten.

Die chinesischen Betreiber warteten nicht untätig. Pony AI startete im April einen kommerziellen Dienst für autonome Fahrten in Zagreb, Kroatien. WeRide kündigte ein gemeinsames Projekt mit Uber in Spanien an. Die internationale Expansion lief parallel zum Einfrieren der Genehmigungen im Inland. Für die Branche ist das ein Signal: Das regulatorische Risiko in China wird zum Argument für Marktdiversifizierung, nicht nur für die Skalierung der Flotten zu Hause.

Kommentare 0

Quellen

2
  1. 01China suspends new robotaxi permits after Baidu's Wuhan outage, report says (CnEVPost)EN
  2. 02China resumes issuing robotaxi licenses after months-long freeze, report says (CnEVPost)EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

Redaktion →

Kommentare

0
  1. Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.

Kommentar schreiben

Kommentare sind öffentlich sichtbar. Wir veröffentlichen keine Beleidigungen, Werbung oder Spam.